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Baustelle 4.0: AR App gewinnt BAUMA Innovationspreis

08. April 2019 | 14:34 Autor: Holo-Light Startseite, Tirol

München/Westendorf (D/A) Der BAUMA Innovationspreis ging in der Kategorie „Forschung & Wissenschaft“ an eine Augmented Reality Anwendung für Baggerfahrer. In gemeinsamer Zusammenarbeit haben der Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) der Technischen Universität München (TUM), das führende Augmented Reality Unternehmen Holo-Light, Tief- und Straßenbauspezialist MTS, Maschinensteuerungsprofi VEMCON und Kabinenhersteller Fritzmeier Cabs eine Applikation in die Wege geleitet, die uns die Baustelle der Zukunft einen großen Schritt näher bringt.

Herausforderungen aus der Sicht einer Baggerkabine
Es ist ein altbekannter Kindheitstraum, am Steuer eines Baggers zu sitzen, aber hinter der Bedienung und Kontrolle eines solchen Fahrzeugs steckt mehr Komplexität, als man erwarten würde. Bagger verfügen über sehr intelligente Systeme, welche erhebliche Datenmengen erfassen, verarbeiten und dem Fahrer des Baggers zur Verfügung stellen können. Anweisungen und Informationen, die auf diesen Daten basieren, erscheinen auf einem Display im Fahrerhaus und müssen vom Fahrer korrekt gelesen, interpretiert und ausgeführt werden.

AR App unterstützt Baggerarbeiten
Diese komplexe Aufgabe anhand neuer Technologien zu vereinfachen, haben sich die Gewinner des BAUMA-Innovationspreises zum Ziel gemacht- und konnten einen erfolgreichen Lösungsansatz aufzeigen. Während die Initiative und Bereitstellung aller notwendigen Beschaffenheiten und Daten vonseiten namhafter Einrichtungen und Unternehmensgrößen wie der TUM, MTS, VEMCON und Fritzmeier Cabs kam, kümmerte sich der Augmented Reality Experte Holo-Light um die Entwicklung der entsprechenden Software.

Hologramme werden genau dort angezeigt, wo sie gebraucht werden. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die intelligenten Ortungssysteme eines Baggers, die mit Satellitenunterstützung arbeiten, die genaue Position und Drehung des Baggers und seiner beweglichen Teile bestimmen können. Man kann die digitalen Daten an den gewünschten Orten platzieren, wodurch ein Baggerfahrer z.B. beim Betrachten einer Grube direkt sehen kann, wie tief und wie weit er noch graben und in welchem Radius er den Baggerarm schwenken darf.
Arbeitsschritte können somit also logischer und einfacher dargestellt werden und minimieren dadurch fehlerhafte Ausführungen und Fehlinterpretationen.

So hat der Geräteführer der Zukunft nicht nur alle benötigen Informationen im Zugriff, sondern kann sich diese mittels Datenbrille auch direkt in das Baufeld vor ihm projizieren lassen – und zwar nicht nur in Echtzeit, sondern auch in 3D.

„Zukunft beginnt heute“, resümiert  MTS-Geschäftsführer Rainer Schrode. „Und weiter als in diesem Forschungsprojekt skizziert lässt sich der Digitalisierungsprozess in Richtung BIM aktuell wohl kaum vorwegnehmen.“

„Mit so vielen namhaften Institutionen an diesem Projekt zusammenzuarbeiten ist eine großartige Erfahrung, und die dadurch entstandene Anwendung kann sich durch ihren praxisnahen Ansatz auf jeden Fall sehen lassen“, erzählt Florian Haspinger, CEO und Co-Founder von Holo-Light. „Den BAUMA-Innovationspreis dafür zu bekommen ist eine zusätzliche und sehr besondere Ehre und ein Beweis der Wertschätzung gegenüber diesem gelungenen Gemeinschaftsprojekt.“

Das sagen die Partner

"Dieses Projekt zeigt wozu AR/MR in Zukunft genutzt werden kann und wie es die Arbeitswelt verbessert. Es wird Menschen nicht ersetzen, sondern diese in ihren täglichen Aufgaben unterstützen. Ich bin gespannt auf die Zukunft!" Philipp Uscharewitz, Chief Project Manager Holo-Light

“Wenn wir die Baustelle im Sinne des 4.0 Ansatzes weiter digitalisieren, müssen wir unsere Fahrer mitnehmen. Die Mixed Reality, wie sie hier mithilfe der HoloLens eingesetzt wird, ist hierzu ein probates Mittel.” Stephan Kessler, Akademischer Direktor TUM

„Projekte wie diese sind auch eine Steilvorlage für erfolgreiche Rekrutierungsstrategien: Denn sie erhöhen nicht nur die Effizienz von  Baustellen, sondern auch die Attraktivität Ihrer Ausbildungs- und Arbeitsplätze.  Und welcher angehende oder in Stellung befindliche Baulöwe träumt nicht heimlich von einem Job beim Raumschiff Enterprise?“ Rainer Schrode, Geschäftsführer der MTS Maschinentechnik Schrode AG

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