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proHolz-Vorstandsvorsitzender Karl Schaffer mit dem Vortragenden Univ.-Prof. DI. Florian Nagler und proHolz Tirol Geschäftsführer DI Rüdiger Lex.

Holzbau im Voralpenraum – Werkschau eines Zimmerers und Architekten

24. Jänner 2018 | 10:24 Autor: Proholz Tirol Startseite, Tirol

Innsbruck (A) proHolz Tirol organisierte in gewohnter Manier einen höchst inspirierenden und unterhaltsamen Vortragsabend zum Thema „Holzbau im Voralpenraum – Werkschau eines Zimmerers und Architekten“, eingebettet in das umfangreiche Programm der 49. Bildungswoche der Österreichischen Holzbau- und Zimmermeister im Congress Centrum Alpbach.

Das heuer mit über 250 Zuhörern wieder besonders zahlreich erschienene Publikum sorgte für einen vollen Saal und lauschte nach einführenden Worten durch die proHolz-Verantwortlichen Karl Schafferer und Rüdiger Lex aufmerksam den Ausführungen des erfahrenen und höchst unterhaltsamen Referenten Architekt und Zimmermann Univ.-Prof. DI. Florian Nagler aus München. Seit bereits über 20 Jahren widmet sich der vielseitige Architekt mit viel Liebe zum nachhaltigen Werkstoff Holz dem Thema Holzbau und konnte anhand ausgewählter Beispiele zeigen, dass selbst mit relativ einfachen Konstruktionen großartige Bauwerke entstehen.

Die Kindheit am Land in den idyllischen Hügeln Bayerns und die Ausbil-dung zum Zimmermann haben wohl das besonders ausgeprägte Gespür von Architekt Florian Nagler für das Material Holz und dessen Qualitäten, sowie das sensible Bauen in bestehenden ländlichen Strukturen geschärft. Die ausgewählten Referenzprojekte zeigten in beeindruckender Art und Weise, wie behutsam und gekonnt man wertvollen Bestandsgebäuden neues Leben und zeitgemäßes Design verleihen und neue Objek-te sensibel in die Umgebung einbinden kann.

Die drei Hauptanforderungen an die Architektur sind nach Vitruv: Firmitas (Festigkeit), Utilitas (Nützlichkeit) und Venustas (Schönheit). Diesen drei Kategorien gleichermaßen gerecht zu werden hat für Nagler höchste Priorität. Ganz im Sinne gelebter Nachhaltigkeit wird für jedes Projekt auch ein ausgeklügeltes Energiekonzept ausgearbeitet. Das Be-sinnen auf traditionelle Handwerkskunst und die enge Zusammenarbeit mit den ausführenden Professionisten führte bei allen gezeigten Beispie-len zu höchst interessanten und wirkungsvollen Details und Raumsituationen – vom Kuhstall bis hin zum 20 Meter hohen Veranstaltungssaal. Auch das Spiel mit ungewöhnlichen Raumproportionen ist eine Besonderheit bei Naglers Werken und zeigt dessen vielfältige Sicht auf die Möglichkeiten innerhalb der Architektur.

Nah an der Tradition zu bauen sei in der Auseinandersetzung mit der öffentlichen Meinung meist schwieriger als hypermoderne Neubauten um-zusetzen, meint der gewinnende Referent abschließend. Er erntete für seinen Vortrag viel Applaus. Der gelungene Abend klang bei einer zünftigen Jause und geselligem Beisammensein mit Aussicht auf winterliches Schneetreiben aus.

  • Über 250 Zuhörer sorgten für einen vollen Saal und lauschten aufmerksam den Ausführungen des Referenten Architekt und Zimmermann Univ.-Prof. DI. Florian Nagler aus München.
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  • Auf dem Areal um das Hauptgebäude des Hotels und Gesundheitsressorts Tannerhof plante Nagler moderne Holztürme in Brettsperrholzbauweise mit drei Einheiten übereinander.
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  • Das Gutsanwesen Karpfsee wurde unter dem Thema „Kunst und Natur“ entwickelt. Dabei entstanden kunstvoll gestaltete Seminarräume neben landwirtschaftlichen Bereichen unter einem Dach.
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