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Setzen sich für die Stärkung des IT-Standorts Tirol ein (v.l.): Standortagentur-Geschäftsführer Harald Gohm, WK-Vizepräsidentin Barbara M. Thaler, Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und Christoph Holz, Fachgruppenobmann UBIT in der Wirtschaftskammer Tirol. (Foto: WKT/Türtscher)

4. Tiroler IT-Day: 600 Besucher erlebten Schnittstellen zur digitalen Zukunft

07. Mai 2015 | 15:59 Autor: WKT Startseite, Tirol

Innsbruck (A) Rund 300 Tiroler Unternehmer und IT-Verantwortliche sowie mehr als 300 Studenten konnten sich heute beim 4. Tiroler IT-Day im Innsbrucker Messe-Forum über Trends in der digitalen Welt informieren.

Bei der Eröffnung des von der Fachgruppe UBIT der Wirtschaftskammer Tirol und dem Cluster IT der Standortagentur Tirol veranstalteten Events erklärte Standortagentur Geschäftsführer Harald Gohm im Beisein von Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, dass „Tirol im Wettbewerb der Regionen so erfolgreich ist, weil sich heimische Unternehmen untereinander und mit der Wissenschaft vernetzen und Innovationen vorantreiben. Die branchenübergreifende Zusammenarbeit von IT und Tourismus, Handel oder Medizin macht Tirol zu einer Modellregion und zeigt, wie im Alpenraum globalisierte Entwicklungen umgesetzt werden können.“ UBIT-Fachgruppenobmann Christoph Holz betonte, dass „Innovationen und vorausschauende Investitionen von mutigen Unternehmern die Grundlage für die Festigung Tirols als IT-Standort mit internationalem Ansehen sind.“

Unter dem Titel „Vom Mehrwert der Anwendung – Technologien nutzen und Innovationen fördern“ stellte Christiane Noll von Microsoft Österreich die neue Initiative Citizen First vor. „Ziel dieser Initiative ist es, dem öffentlichen Sektor innovative Lösungen zu ermöglichen – und zwar so, dass in allen Lebensphasen ein ganz klarer Mehrwert für den einzelnen Bürger spürbar ist“, so Noll. „Der Bildungssektor ist hier ein gutes Beispiel. Wir unterstützen bereits seit vielen Jahren Lehrpersonen und Schulen dabei, den Unterricht innovativ und zeitgemäß zu gestalten. Das spart nicht nur Kosten, sondern wertet auch das Lernumfeld maßgeblich auf“, weiß die Expertin.

In seinem Vortrag „Digitale Transformation im Mittelstand – im Spannungsfeld zwischen industrieller Revolution und Ernüchterung im Alltag“ erklärte Keynote Speaker Matthias Uhrig, dass kleine und mittelständische Unternehmen im Spannungsfeld der Chancen stehen, die sich in einer sich schnell verändernden Welt bieten und gleichzeitig auf Herausforderungen und Risiken treffen. Für Uhrig ist klar, dass der Mittelstand hier mit Investitionen reagieren muss, um konkurrenzfähig zu bleiben: „IT-verantwortliche Manager, die die Zukunft der Unternehmens-IT innerhalb des Denkrahmens der vergangenen Dekade planen und gestalten wollen, werden scheitern. Getrieben von technologischen Entwicklungen und Vernetzung über alle kommerziellen und nicht-kommerziellen Lebensbereiche verändert sich die Welt um uns herum massiv. Eine lineare Fortschreibung von Erfahrungen und Erkenntnissen ist nicht mehr möglich“, so der Geschäftsführende Partner der Firma Intargia.

Neben den zahlreichen Fachvorträgen wurde auch der IT-Nachwuchs ins Auge gefasst. Um die Nachfolge an innovativen jungen Geistern und kompetenten Mitarbeitern nicht abreißen zu lassen, gab es einen integrierten Recruiting-Bereich, in dem sich rund 250 Schüler aus den Tiroler Oberstufen und ca. 150 Studenten aus den Universitäten und Fachhochschulen des Landes über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die anwesenden Unternehmen informieren konnten. Außerdem konnte erstmalig der App-Wettbewerb „Lass dir Appas einfallen“ des Landes Tirol integriert werden. Jungen Entwicklern und IT-Talenten wurden insgesamt sechs Preise sowie zwei Sonderpreise der Wirtschaftskammer Tirol und der Tirol Werbung für Konzepte und fertige Applikationen verliehen. Die Ideen der Nachwuchs-‚ITler‘ zur Nutzung offener Verwaltungsdaten begeisterten das Fachpublikum ebenso wie die Wirtschaftslandesrätin. „Insbesondere als Wissensstandort und Innovationsschmiede ist die junge Tiroler IT-Branche wichtig für die heimische Wirtschaft“, weiß Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. „Die Tiroler Unternehmen stoßen in einer sich stetig verändernden und hochkomplexen technischen Welt auf immer neue Herausforderungen, die kompetenter Lösungen bedürfen“, so die Wirtschaftslandesrätin. Und nicht nur in Tirol und Österreich ist das Know-how der heimischen IT-Profis gefragt: Jährlich steigend, liegt die heimische IT-Branche nun bei einer Exportquote von knapp 20 Prozent. Verantwortlich hierfür sind nicht zuletzt die in Tirol ansässigen Bildungs- und Forschungseinrichtungen, die die Branche ständig mit Innovationen bedienen.

Der 4. Tiroler IT-Day war für die Verantwortlichen wieder ein großer Erfolg und zeigt, dass man mit den vielfältigen Aktivitäten für die IT-Branche in Tirol auf dem richtigen Weg ist. Christoph Holz, Fachgruppenobmann der Fachgruppe UBIT der Wirtschaftskammer Tirol und Franz Unterluggauer von der Standortagentur Tirol halten gemeinsam fest: „Die Tiroler IT-Wirtschaft boomt. Die Leistungsbreite und Qualität der heimischen IT-Produkte ist herausragend und besticht auch im internationalen Vergleich. Als Standort für zukunftsweisende Bildungs- und Forschungseinrichtungen ist Tirol auch Geburtsstätte vieler engagierter und aufstrebender IT-Unternehmen, die mit der Entwicklung von Schlüsseltechnologien Innovationen vorantreiben. Insbesondere für andere heimische Branchen ist die Tiroler IT-Wirtschaft damit entscheidender Wirtschaftsmotor.“



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