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Dieter Bitschnau, Geschäftsführer wiko wirtschaftskommunikation GmbH

Großes Marktpotenzial für nachhaltige Immobilien in Vorarlberg

15. Mai 2012 | 08:31 Autor: wiko Vorarlberg

Bregenz (A) 81 Prozent der Vorarlberger sind überzeugt, dass nachhaltige Gebäude in Zukunft mehr nachgefragt werden: Das ist eines der Ergebnisse der österreichweiten ImmoNachhaltigkeits-Studie 2012. Das Beratungsunternehmen wiko wirtschaftskommunikation hat die Studie unter dem Titel „Nachhaltige Immobilien – was sagt der Konsument“ in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI), Rhomberg Bau, dem Aluminium-Fenster-Institut (AFI) und Pro Projekt Baumanagement initiiert.

Basis der Studie ist eine von Karmasin Motivforschung unter 950 Österreichern durchgeführte telefonische Befragung, die um eine Online-Befragung von IMMOBILIEN.NET unter 482 Wohnungssuchenden ergänzt wurde.

Die Novität: Bisherige Studien zum Thema „Nachhaltige Immobilien“ hatten Investoren, Bauherren oder gewerbliche Mieter als Zielgruppe. Jetzt wurde erstmals untersucht, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit für Konsumenten und Wohnungssuchende hat. Zwei Drittel der Befragten aus Vorarlberg gaben dabei an, dass Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema für ihre eigene aktuelle Wohnsituation sei.

Mehr Geld für nachhaltigen Wohnraum
Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist, dass ein Großteil der Konsumenten bereit wäre, für nachhaltigen Wohnraum mehr Geld auszugeben. Sechs von zehn befragten Vorarlbergern gaben an, einen höheren Preis für nachhaltige Häuser oder Wohnungen zu akzeptieren. 23 Prozent würden sechs bis zehn Prozent mehr bezahlen, immerhin 14 Prozent der Befragten sogar noch mehr.

Anbieter schöpfen großes Marktpotenzial nicht optimal aus
Deutlichen Verbesserungsbedarf orten die Befragten bei der Umsetzung des Themas Nachhaltigkeit in der Immobilienbranche. Im Vergleich zu Bio-Lebensmitteln oder Ökostrom-Angeboten sieht österreichweit nur ein Drittel der Befragten das Thema im Immobilienbereich gut verwirklicht. Etwas besser schneidet die Vorarlberger Branche ab: 44 Prozent der Befragten bewerten die Umsetzung von Nachhaltigkeit mit „Gut“ oder „Sehr gut“. Setzt man dies in Relation zur Einschätzung einer massiv steigenden Nachfrage und zur signalisierten Bereitschaft, für nachhaltige Immobilien höhere Preise zu bezahlen, wird deutlich, dass es für die Anbieter in Vorarlberg noch viel brachliegendes Marktpotenzial gibt.

Systematische Nachhaltigkeits-Kommunikation ist notwendig
„Die Ergebnisse der Studie sind für die Vorarlberger Immobilienbranche in zweierlei Hinsicht positiv. Erstens zeigen sie, dass die Konsumenten das Thema Nachhaltigkeit als sehr wichtig erachten, ihm eine wachsende Bedeutung zumessen und auch bereit sind, dafür Geld auszugeben. Zweitens wird die Umsetzung der Nachhaltigkeit durch Vorarlberger Immobilienunternehmen im Österreich-Vergleich am besten bewertet“, erläutert Dieter Bitschnau, Geschäftsführer von wiko.

Dies sei eine optimale Ausgangslage, um das Marktpotenzial, das die nachhaltige Orientierung im Immobiliensektor biete, besser zu nutzen. Eine Voraussetzung dafür wäre, das Angebot und die Produktpalette im Bereich Nachhaltigkeit zu erweitern. „Besonders wichtig ist zudem eine systematische Nachhaltigkeits-Kommunikation, abseits von Werbung und Marketing, um das Bewusstsein bei den Konsumenten weiter zu stärken und daraus zusätzliche Umsätze und Marktanteile zu gewinnen. Hier können zahlreiche Unternehmen ihre Position am Markt mit wenig, dafür aber gezieltem Aufwand verbessern“, so Bitschnau.

Studie zum Download
Die Gesamtergebnisse der Studie finden Sie auf der Startseite von wiko.cc zum Download.

Über wiko wirtschaftskommunikation
wiko wirtschaftskommunikation ist ein Beratungsunternehmen für strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit mit Standorten in Innsbruck, Bregenz und Wien. Geschäftsfelder sind Kommunikationsberatung- & Management, Presse- & Medienarbeit, Wirtschaftsdialoge & Kongresse sowie Projektkommunikation. Die 1995 gegründete Agentur beschäftigt 15 Mitarbeiter. Schwerpunkte liegen auf der Bau- und Immobilienwirtschaft sowie dem Thema Nachhaltigkeit.

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