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Das diesjährige Impulsforum widmet sich Gemeindekooperationen, öffentlich-privaten Kooperationsmodellen beim Bau und Betrieb wichtiger Infrastruktur und dem Reformbedarf im Gesundheitswesen (Quelle: wiko).

ibet 2011: Wie Land und Gemeinden die Aufgaben trotz knapper Kassen meistern

21. Oktober 2011 | 13:08 Autor: wiko Vorarlberg

Bregenz (A) Das diesjährige Impulsforum widmet sich den Herausforderungen und Einsparpotenzialen bei der Bereitstellung öffentlicher Infrastruktur und Leistungen.

Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Altersheime, Schwimmbäder und Verwaltungsgebäude: Land und Gemeinde müssen im Rahmen ihres Auftrages zur öffentlichen Daseinsvorsorge Infrastruktur und umfassende Leistungen für die Bevölkerung bereitstellen. Wie sie die sich hieraus ergebenden Herausforderungen in Zukunft trotz knapper Mittel meistern können, diskutieren Vertreter der Politik und Experten aus Verwaltung und Privatwirtschaft auf dem Impulsforum ibet 2011 unter dem Titel „Die Zukunft der Daseinsvorsorge in Vorarlberg“ am 29. November 2011 im Festspielhaus Bregenz.

Auf dem etablierten Kongress werden drei kontrovers diskutierte Themen ausführlich beleuchtet: Gemeindekooperationen, öffentlich-private Partnerschaften bei der Errichtung und dem Betrieb von öffentlichen Gebäuden für Verwaltung, Bildung oder Gesundheitseinrichtungen sowie Potenziale zur Verbesserung der Strukturen im Gesundheitswesen.

„Trends wie die Urbanisierung oder der demografische Wandel führen dazu, dass sich Land und Gemeinden mit neuen Anforderungen konfrontiert sehen. Die Notwendigkeit zur Kooperation haben viele Kommunen bereits erkannt. Unterschiedliche Standpunkte existieren jedoch in der Frage, ob die Zusammenarbeit noch weiter intensiviert und inwiefern die Privatwirtschaft stärker in Projekte der öffentlichen Daseinsvorsorge involviert werden soll“, erklärt ibet-Veranstalter und wiko-Geschäftsführer Dieter Bitschnau.

Gemeinschaftsprojekte gefragt
Einen Ausweg aus dem Dilemma explodierender Kosten bieten Kooperationen angrenzender Kommunen. Dabei machen im Ländle nicht nur einzelne Gemeinden durch zukunftsfähige Gemeinschaftsprojekt von sich reden, sondern auch Initiativen und Organisationen treiben innovative Kooperationen voran. Der Vorarlberger Gemeindeverbandspräsident Harald Sonderegger wird den Ansatz, die Zusammenarbeit durch die Schaffung von Regionalmanagern zu stärken, präsentieren. Zudem diskutieren Politiker und Experten über die Einsparpotenziale gemeinsamer Projekte und das Tabuthema Gemeindefusionen.

Raum für die Privatwirtschaft
Neue Verwaltungs- und Schulgebäude von der Privatwirtschaft mieten, anstatt selbst zu bauen und zu finanzieren – dieser Ansatz steht im Zentrum von Public Private Partnership-Modellen. Diese sind in Vorarlberg kaum verbreitet, haben sich in vielen Ländern jedoch bereits bewährt. Auf der ibet werden die Erfahrungen mit dem Verwaltungsgebäude des Landratsamt Bodensee vorgestellt und Gabriele Engel, Ministerialrätin der Obersten Baubehörde und Leiterin des Kommunalen Forum PPP in Bayern, gibt einen Überblick über den Erfolg von Public Private Partnership-Projekten im benachbarten Freistaat. Einen anderen Weg zeigt die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg Gemeinden mit dem Genossenschaftsmodell PSG auf. Dieses sieht die gemeinsame Gründung einer Projekt- und Strukturentwicklungsgesellschaft für nachhaltiges Flächenmanagement und Standortentwicklung vor, um für die Gemeinde relevante Grundstücke zu sichern und zu entwickeln.

Modellregion für Gesundheit
Krankt das Gesundheitssystem? Sind die Patienten gar überversorgt? Hierzu hat der bekannte Gesundheitsökonom und erfolgreiche Autor Ernest Pichlbauer kontroverse Standpunkte, die er auf der ibet darlegt. Gegen jährlich steigende Ausgaben für die Spitäler und eine zu hohe Pro-Kopf-Zahl an Spitalsbetten hat die Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft bereits Maßnahmen ergriffen. Über den Stand und die Erfahrungen mit der Neustrukturierung sowie die Herausforderung, dem Mangel an medizinischen Fachkräften zu begegnen, berichtet der Geschäftsführer der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft Gerald Fleisch. Vorarlberg selbst will mit der geplanten Modellregion eine bundesweite Vorreiterrolle einnehmen. Welche Synergien sich das Land hiervon verspricht und welche Auswirkungen das Projekt auf die Gesundheitsversorgung hat, ist auf dem Impulsforum das Thema einer prominent besetzten Podiumsdiskussion.

Die ibet „Die Zukunft der Daseinsvorsorge“ wird von dem Beratungsunternehmen wiko veranstaltet. Nähere Informationen und Anmeldung im Internet unter www.ibet.co.at

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