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Kurzfristige Beruhigung auf dem Tiroler Arbeitsmarkt im März 2015

01. April 2015 | 15:42 Autor: AMS Tirol Startseite, Tirol

Innsbruck (A). Bei einem prognostizierten Stand von 320.000 unselbständig Beschäftigten (ein Plus von 5.000 Personen im Vorjahresver-gleich) und 22.547 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 31.3.2015 die Arbeitslosenquote in Tirol 6,6 %  (März 2014: 6,8 %).

Im März 2015 kam es mit -240 oder -1,1 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zu einem Rückgang an vorgemerkten arbeitslosen Personen. Gleichzeitig stieg in Österreich die Ar-beitslosigkeit um 41.037 Personen oder +12,9 % auf insgesamt 360.212 an.

„Der günstige Ostertermin 2015 hat für eine kurzfristige Beruhigung am Tiroler Arbeitsmarkt gesorgt. Tirol hat als einziges Bundesland im März 2015 bei der Gesamtarbeitslosigkeit einen Rückgang zu verzeichnen, dieser ist in erster Linie auf den Abschnitt Beherbergung und Gastronomie mit einem Minus von 1.306 Personen oder -20,2 % zurückzuführen. Diesen Tourismuseffekt gab es aufgrund eines ungünstigen Ostertermins im Vorjahr nicht, weshalb von Entwarnung keine Rede ist. Immerhin können jedoch die weiteren Eckdaten am Ar-beitsmarkt als einigermaßen stabil beschrieben werden. Die Arbeitslosigkeit liegt nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau, die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen ist gegenüber dem Vorjahr unverändert, der Stellenmarkt zeigt keine größeren Schwankungen, leider begleiten uns auch die bekannten Herausforderungen Langzeitarbeitslosigkeit und Geringqualifikation hartnäckig. Lichtblick nach wie vor – der Lehrstellenmarkt. Hier gibt es im touristischen Umfeld, aber auch in allen anderen Berufssparten für Jugendliche Chancen wie seit langem nicht,“ fasst AMS Tirol Chef Anton Kern die Märzdaten auf dem Tiroler Arbeitsmarkt zusammen.

Arbeitslosigkeit:
nach Geschlecht: Es kam bei den Frauen mit -718 oder -7,2 % auf 9.230 zu einem Rückgang, bei den 13.317 Männern mit +478 oder +3,7 % zu ei-nem Anstieg der Arbeitslosigkeit.
   
nach Alter: Nach Altersgruppen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit bei zwei Al-tersgruppen zurückgegangen. Bei den 535 Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren betrug der Rückgang 9,9 % oder -59 Personen. Bei den 2.807 arbeitslosen 20- bis 24-Jährigen kommt es zu einem Plus von 0,8 % oder +22. Bei den 13.313 Personen zwischen 25 und 49 Jahren ging die Arbeitslosigkeit um 3,3 % oder -450 zurück und bei den 5.892 Personen über 50 Jahren ist ein Anstieg von  4,4 % oder +247 Personen festzustellen.
   
nach Herkunftsland: Von den insgesamt 22.547 arbeitslosen Personen sind 6.010 Per-sonen AusländerInnen. Das sind um 18 Personen oder -0,3 % we-niger als im Vergleichsmonat des Vorjahrs.
   
nach Ausbildung: 43,3% der insgesamt 22.547 arbeitslosen Personen haben nur Pflichtschulausbildung. Der Anteil der betroffenen Personen mit  Lehrausbildung beträgt 39,7 %. 6,5 % der arbeitslosen Personen besitzen eine höhere Ausbildung, 4,5 % einen akademischen Ab-schluss.
   
Langzeitarbeitslosigkeit: Bei den 1.657 länger als 1 Jahr vorgemerkten Arbeitslosen ist ein Anstieg um 577 Personen oder +53,4 % zu verzeichnen. Die Zahl der 6 Monate und länger Vorgemerkten stieg um 813 Personen oder +22,9 % auf 4.368.
   
Dynamik:
Tirol verzeichnet einen Zugang in die Arbeitslosigkeit von 7.852 Personen, das sind um 1.726 oder -18,0 % weniger als im Vorjah-resvergleich.
   
nach Regionen: Nach Regionen betrachtet kommt es in Innsbruck mit +8,1 % oder +723 Personen und Imst (+4,3 % oder +63 Personen) zu Zuwäch-sen. In den anderen Bezirken ist die Arbeitslosigkeit im März rück-läufig: In Reutte um 22,8 % oder -241, gefolgt von Kitzbühel (-17,2 % oder -395), Landeck (-14,3 % oder -203), Lienz (-5,0 % oder -116), Schwaz (-2,5 % oder -53) und Kufstein (-0,6 % oder -18).
   
nach Wirtschaftsklasse: Die größten Zuwächse nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet gab es im Bau mit einem Zuwachs von 532 Personen oder 17,4%. Es folgt der Abschnitt Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit einem Plus von 193 Personen oder +8,9 % – davon entfallen +75 Personen (was einem Plus von 7,2 % ent-spricht) auf die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften. Der Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahr-zeugen wächst um 100 oder +3,3 % - davon entfallen +67 Perso-nen (was einem Plus von 3,3 % entspricht) auf den Einzelhandel und +17 Personen (+2,2 %) auf den Großhandel. Rückgänge sind vor allem in den Abschnitten Beherbergung und Gastronomie mit -1.306 oder -20,2 % und Erziehung/Unterricht mit -225 oder -35,1 % feststellbar.
   
nach Beruf: Nach ausgewählten Berufsobergruppen ist der markanteste Anstieg bei den Bauberufen mit +313 Personen oder +12,7 %, bei den Hilfsberufen mit +307 Personen oder +14,1 % und Bei Metall- und Elektroberufen mit +122 Personen oder +8,9 % feststellbar. Rückgänge gab es bei den Fremdenverkehrsberufen mit -1.342 oder -21,8 % und bei den Lehr-/Kulturberufen mit -108 oder
-12,6 %
   
Schulung: Im März 2015 nahmen 2.615 Personen an Schulungs- und Ausbil-dungsaktivitäten des AMS Tirol teil, das ist im Vorjahresvergleich um 1 Person weniger.
   
Stellenmarkt: Zum Stichtag 31.3.2015 betrug der Bestand an sofort verfügbaren offenen Stellen 2.653, ein Zuwachs um 314 Stellen oder +13,4 %.
Die Laufzeit bis zur Besetzung einer freien Stelle beträgt 27 Tage.

Lehrstellenmarkt:
Ende März 2015 waren insgesamt 2.169 Lehrstellen zur Besetzung gemeldet (Rückgang um 172 oder -7,3 %). Davon standen 639 (-99 oder -13,4 %) für sofortige, 1.530 Lehrstellen (-73 oder -4,6 %) für zukünftige Vermittlung bereit. Lehrstellensuchend ließen sich insgesamt 581 Personen regist-rieren, das sind im Vorjahresvergleich um 43 Personen oder -6,9 % weniger.

    AMS Arbeitsmarktservice Tirol

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