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Unternehmertreffen: WK-Präsident Jürgen Bodenseer, Adriana Dalpez (Trentino) und Michael Ebner (Südtirol) (Bild: Handelskammer Bozen)

Treffen der Euregio-Kammerspitzen: Auch Klein- und Mittelbetriebe der Region sollen vom Brenner-Basistunnel profitieren

25. Juli 2014 | 16:58 Autor: WKT Tirol

Innsbruck (A) Die Euregio-Wirtschaftskammern wollen ihren Klein- und Mittelunternehmen die Tür zu Aufträgen für den Brenner-Basistunnel öffnen. „Es sollen auch kleinere Unternehmen die Chance haben, an den Ausschreibungen für den Brenner-Basistunnel teilzunehmen“, erklärten die Präsidenten Jürgen Bodenseer, Michael Ebner (Südtirol) und Adriano Dalpez (Trentino) nach dem Euregio-Wirtschaftsgipfel in Mauls in Südtirol. Im Rahmen eines Unternehmertreffens im Herbst soll der Grundstein dafür gelegt werden.

Ein zentrales Thema war das geplante sektorale Fahrverbot in Tirol. Hiervon sind auch die Unternehmer in Südtirol und Trient unmittelbar betroffen. Hier sind ebenfalls gemeinsame Aktivitäten geplant.

Die neuen Einfuhrbestimmungen für Fleisch in die Schweiz, von denen besonders die an das Land angrenzenden Regionen betroffen sind, waren ein weiterer zentraler Punkt auf der Tagesordnung. Bis Ende Juni 2014 war bei der Einfuhr von Fleisch in die Schweiz zwischen rohem und verarbeitetem Fleisch unterschieden worden. So durften bis zu einem halben Kilogramm Frischfleisch und bis zu dreieinhalb Kilogramm „verarbeitetes“ Fleisch in die Schweiz mitgebracht werden, ohne dafür Zollabgaben zu entrichten. „Besonders für Schweizer, die hierzulande Urlaub machen, und etwa ein Stück Speck als Andenken mit nach Hause nehmen wollten, war diese Grenze angemessen“, erklärt Jürgen Bodenseer.

Die neuen Bestimmungen, die seit Juli 2014 in Kraft sind, unterscheiden nun aber nicht mehr zwischen Frischfleisch und verarbeitetem Fleisch. Außerdem wurde die Höchstgrenze von vorher insgesamt vier Kilogramm auf insgesamt ein Kilogramm gesenkt. Zwar widerspricht die Neuregelung wohl nicht dem Freihandelsabkommen zwischen Schweiz und EU aus dem Jahr 1972 oder anderen bilateralen Verträgen, allerdings, so war man sich einig, stellt sie eine spürbare Benachteiligung für den Detailhandel in den angrenzenden Regionen dar. Michl Ebner: „Wir haben vereinbart, bei den zuständigen Stellen auf staatlicher und europäischer Ebene zu intervenieren, um die Schweiz dazu zu bewegen, die Einfuhrbestimmungen wieder zu lockern.“

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