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Tobias Bayer (l.) und Andreas Hermann

Business Beat: Tiroler Start-up misst "Herzschlag" im Unternehmen

06. Februar 2017 | 17:05 Autor: Business Beat Österreich, Tirol

Innsbruck (A) Konventionelle Mitarbeiterbefragungen nerven üblicherweise. Sie rauben Ressourcen-, kosten viel Geld und auch Zeit, liefern meist Momentaufnahmen und am Ende hinterlassen sie einen Zahlenfriedhof ohne wirksame Maßnahmen.

2013 haben der Arbeitspsychologe Andreas Hermann und der Informatiker Tobias Bayer trigger research gegründet und sich auf Mitarbeiter- und Kundenbefragungen jenseits der klassischen Befragung als reine Monolog-Form spezialisiert. Die von  Bayer und Hermann entwickelte Software Business Beat misst kontinuierlich, wie es den Mitarbeitern in einem Unternehmen geht und welche konkreten Vorschläge und Maßnahmen diese zu Verbesserung der Arbeitssituation haben. Business Beat stellt dazu einmal in der Woche eine Indexfrage. Das Tiroler Start-up ermöglicht es somit, den „Herzschlag“ im Unternehmen zu messen.

Beispiel Indexfrage:„Meine Arbeitsbedingungen helfen mir einen guten Job zu machen?“
Hier kann man eine sechsstufige Bewertung abgeben (1 = trifft überhaupt nicht zu, 6 = trifft absolut zu). Das Tool reagiert sofort und fragt nach der Begründung: „Warum trifft es zu oder nicht zu?“. Man könnte beispielsweise antworten, dass man wegen der schlechten Klimaanlage im Sommer häufig erkältet ist und damit nicht seine volle Leistung abliefern kann. Manager bekommen dadurch exakte Antworten über sofortige Verbesserungsmöglichkeiten und setzen eine verbindliche Deadline, bis wann sie sich um das Problem kümmern werden. Nach Erreichen der Deadline kommt automatisch zusätzlich zur normalen Indexfrage dieselbe Frage nochmals, um zu checken, ob und wie gut die gesetzten Aktivitäten für die Mitarbeiter bereits umgesetzt wurden.

Durch diese Kommunikation heißt es bei Business Beat „Tschüss Monolog, Hallo Dialog!“ Die Indexfragen (meist zwischen zehn und zwölf) wählt man aus einem Fragen-Pool aus; diese werden nach dem ersten Durchlauf wiederholt. So ist schon nach wenigen Wochen ein – vergleichbarer - Trend erkennbar, auf den man jederzeit reagieren kann. Der gravierende Unterschied von Business Beat zu anderen Tools am Markt: das Programm zeigt bei Beantwortung der Frage auch die Ergebnisse der Kollegen, die auch von anderen bestätigt und damit verstärkt werden kann.

Zusätzlich ermöglicht Business Beat, dass jedes Unternehmen spezifische Fragen stellen oder über ein gewisses Thema abstimmen kann. Mitarbeiter können somit in Prozesse und Entscheidungen eingebunden werden.

Die Ergebnisse dieser Entscheidungen können den Mitarbeitern in vollem Umfang zugänglich gemacht werden – dadurch ist vollkommene Transparenz gewährleistet. Unmittelbarer positiver Zusatzeffekt: Mitarbeiter fühlen sich nicht „übergangen“.

Die Basisversion von Business Beat ist kostenfrei. Im ersten Quartal 2017 sind auch zwei Bezahlversionen geplant, die z.B. Befragungen in bestimmten Abteilungen ermöglichen und Benchmarks von Mitbewerbern zeigen. Die Kosten dafür werden deutlich unter den klassischen jährlichen Mitarbeiterbefragungen liegen.

Das Start-up ist offiziell mit dem Business Beat Ende Juni 2016 auf den Markt gegangen und hat in wenigen Monaten bereits über 100 Kunden gewinnen können. Darunter sind sehr namhafte Konzerne wie Rewe, Barracuda, Red Bull aber auch KMUs bis hin zu kleinen Unternehmen mit nur wenigen Mitarbeitern.

Dr. Wieland Alge, General Manager EMEA von Barracuda Networks und vor vielen Jahren selber Gründer der ehemaligen phion AG, hat die Idee so gut gefallen, dass er in Zukunft auch als Investor bei Business Beat einsteigen wird: „Alle Manager wissen, dass sie Mitarbeiter-Feedback brauchen, und alle wissen, dass es einfach nicht richtig funktioniert. Da gibt es einen echten Schmerz. Als ich das erste Mal mit den beiden Gründern gesprochen habe, ist mir klar geworden, wie einzigartig die Kombination aus praktischem psychologischem Know-how und der Umsetzungsfähigkeit des Informatikers ist. Wir setzen das nun seit einem halben Jahr im Unternehmen für knapp 200 Mitarbeiter ein und es ist wie Nacht und Tag gegenüber den früheren Versuchen.

  • Als Führungskraft hat man ständig den "Herzschlag" der Mitarbeiter unter Kontrolle. Neben einem Wochen-Gesamtwert erhält die Führungskraft eine Detailauswertung der Einzelfragen. Hier kann man sehen wie sich die Ergebnisse im Detail zusammensetzen und kann dadurch zielgenau reagieren.Abgerundet wird dies durch die Vorschläge der Mitarbeiter. Da diese Vorschläge bereits zusammengefasst und nach Wichtigkeit gerankt dargestellt werden, werden Verbesserungspotentiale aufgedeckt die unmittelbar in konkreten Aktionen umgesetzt werden können.
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Business Beat | trigger research OG

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