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Markus und Ulrich Miller

150 Jahre Miller United Optics

29. November 2021 | 10:01 Autor: schlossmarketing Startseite, Tirol

Innsbruck (A) Als Friedrich Miller 1871 in Innsbruck sein optisches Geschäft eröffnete, dürfte er wohl nicht damit gerechnet haben, dass er damit den Grundstein für ein Tiroler Traditionsunternehmen gelegt hat.
 
„Wir dürfen uns um die zwei Sinne Sehen und Hören und somit um Lebensqualität kümmern. Uns und unsere Mitarbeiter*innen aller Generationen eint die Leidenschaft, unseren Kund*innen zu helfen, mit ihrem Seh- und Hörsinn schöne Lebensmomente zu erleben“, erklären die Geschäftsführer Markus und Sohn Ulrich Miller das vielleicht wichtigste Erfolgsgeheimnis ihres Unternehmens. 150 Jahre nach der Firmengründung, ist Miller United Optics mit rund 130 Mitarbeiter*innen der Experte für Sehen und Hören in Tirol und dabei nach wie vor ein 100-prozentiges Familienunternehmen geblieben. Mit zehn Standorten in Innsbruck, Hall, Schwaz, Telfs, Wörgl und Völs erwirtschaftete Miller 2020 einen Jahresumsatz von 13,51 illionen Euro.
 
Innovationsfreundlichkeit als Erfolgsfaktor
Wissens- und Know-how-Führerschaft übernehmen zu wollen, ist tief in der Unternehmens- und Familienkultur von Miller United Optics verwurzelt. Anfangs fertigte das Unternehmen Brillengläser selbst und betrieb eine feinmechanische Werkstatt. Im Laufe der Unternehmensgeschichte entwickelte sich der Familienbetrieb immer mehr zum Dienstleister. In den 1950er Jahren begann Markus Miller‘s Vater Dr. Bruno Miller mit dem Aufbau einer Kontaktlinsenabteilung, in der Folge das erste Kontaktlinseninstitut Österreichs. Es folgten Hörgeräte und eine Spezialisierung im Bereich der Brille. 1993 war Markus Miller eine der treibenden Kräfte bei der Entstehung des Optikernetzwerks United Optics. Dieses wurde ursprünglich als Schulungsunternehmen gegründet. Es folgten mit Marketing, Fortbildung, EDV und dem gemeinsamen Einkauf weitere Bereiche, die man im Verbund besser bewältigen kann. „Heute ist United Optics eine etablierte Marke, die die Eigenständigkeit der einzelnen Optikerbetriebe stärkt. Die Kunden profitieren von der Kompetenz ihres regionalen Optikers zum günstigen Preisniveau einer großen Kette“, ist Markus Miller stolz.
 
Onlinehandel stärkt stationären Handel
Seit 2007 betreibt Miller United Optics mehrere Onlineshops und hat damit die unausweichliche Entwicklung vom stationären hin zum Onlinehandel aktiv mitgestaltet. „Während der Erstkontakt mit dem Kunden früher über das Schaufenster passiert ist, verlagert sich das heute immer mehr online. Als beratungsintensiver Dienstleister sind wir gefordert, technologische Innovationen zu nutzen. Der Fokus muss dabei darauf liegen, unsere Beratungskompetenz und unser Know-how digital anzubieten und dadurch Kunden in unsere Geschäfte zu bringen“, erklärt Ulrich Miller und hält fest: „Zukunft bedeutet für uns trotzdem immer Handwerk. Für uns ist ganz klar, dass wir unsere Handwerkskompetenz und den damit verbundenen Ausbildungsvorteil nicht aus der Hand geben werden. Die Brillen, die wir verkaufen, werden wir auch immer bei uns im Haus fertigen.“ Das hohe Ausbildungsniveau der Mitarbeiter von Miller United Optics verdeutlicht Markus Miller: „Bei uns arbeiten derzeit 34 Mitarbeiter*innen mit einer Meisterausbildung im Bereich Augenoptik oder Hörakustik. Das ist eine ungewöhnlich hohe Quote im Vergleich zu vielen anderen Mitbewerbern, wo oft mehrere Geschäfte von einem Meister betrieben werden. Das macht einen Qualitätsunterschied.“
 
Ein Familienunternehmen durch und durch
Den Erfolg von Miller machten niemals einzelne Personen, sondern immer das Team aus. „Familienunternehmen können viel langfristiger planen und sind nicht auf kurzfristige Geschäftserfolge, sondern auf Kontinuität ausgelegt. Wir übernehmen auch lokal und regional Verantwortung als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb. Besonders die Corona-Zeit hat uns die große Verbundenheit zum Unternehmen gezeigt und wir sind sehr stolz auf unser Team“, reflektiert Ulrich Miller und sein Vater Markus Miller ergänzt: „Der Begriff Familie hat für mich auch noch eine weitere Bedeutung: Wir sehen unsere Mitarbeiter*innen als Familie und legen größten Wert darauf, dass sie langfristig bei uns angestellt sind. Wenn wir heute jemanden als Lehrling aufnehmen, dann ist das für uns eine Partnerschaft, die im besten Fall über Jahrzehnte hält.“
 
Sicherer Arbeitgeber und Lehrlingsausbildner seit 150 Jahren
Die Mitarbeiter*innen schätzen den Abwechslungsreichtum sehr, der vom Handwerk über die Beratung bis hin zu Gesundheitsdienstleistungen wie den Sehtests und Hörtests geht. „Ein weiterer Faktor ist die Unternehmenskultur und dass Entscheidungen bei uns vor Ort, in Tirol, getroffen werden. Als regionales Familienunternehmen können wir im Vergleich zu großen Konzernen wichtige Entschlüsse schnell fällen und so agil auf Herausforderungen reagieren. Auch unsere lange Geschichte wird von unserem Team geschätzt. 150 Jahre Miller vermittelt Sicherheit“, sind Markus und Ulrich Miller überzeugt. In den letzten zehn Jahren hat Miller United Optics außerdem eine eigene interne Lehrlingsakademie aufgebaut und bekam dafür vom Land Tirol das Gütesiegel „Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb“ verliehen. In seiner Unternehmensgeschichte hat der Familienbetrieb bisher rund 500 Lehrlinge ausgebildet. Abschließend hält Markus Miller fest: „Wir hatten das Glück, dass es immer genügend Nachkommen gab, die das Unternehmen weiter führen wollten. Ganz wichtig war dabei, dass alle Generationen die Firma nicht als Besitz, sondern als Institution betrachtet haben, etwas Unantastbares, ähnlich einer Stiftung.“
 
Daten & Fakten
10 Filialen in Tirol
Jahresumsatz 2020: 13,51 Millionen Euro
130 Mitarbeiter*innen
34 Meister*innen in den Bereichen Optik und Hörakustik
13 Lehrlinge aktuell
Rund 500 Lehrlinge wurden in 150 Jahren insgesamt ausgebildet.
 
Meilensteine
 
1871
Friedrich Miller sen. gründet im Haus Heiliggeiststraße 2 ein optisches Geschäft, das er mit einer mechanischen Werkstätte verbindet, und schafft damit den Grundstein für Miller Optik.
 
1880
In den 1880er Jahren werden auch Zirkel, Lineale, Projektoren und Heimkino-Equipment verkauft.
 
1905
Das Sortiment wird um Brillen erweitert.
 
1909
Das Geschäft in der Innsbrucker Meraner Straße, das heutige Stammhaus des Unternehmens, wird erworben.
 
1944
Das Stammhaus wird bei eine Bombenangriff beschädigt.
 
1955
Nach dem Wiederaufbau des Unternehmens wird Fritz Miller Wirtschaftskammer-Präsident.
 
1956
Dr. Bruno Miller beginnt damit, den Bereich Kontaktlinsen aufzubauen und ist damit der Pionier der Contactologie in Österreich.
 
1959
Die zweite Geschäftsstelle wird in Wörgl eröffnet.
 
1968
In Hall folgt das dritte Geschäft.
 
1976
Markus Miller wird Geschäftsführer des Unternehmens.
 
1980
Der Bereich Hörgeräte wird als zweites Geschäftsfeld etabliert.
 
1983
Mit Telfs kommt ein viertes Geschäft dazu.
 
1988
In Innsbruck eröffnet die Theresienoptik ihre Pforten mit Schwerpunkt auf die aktuellsten Kollektionen internationaler Designermarken sowie auf Kontaktlinsen.
 
1992
In Schwaz wird eine weitere Geschäftsstelle eröffnet.
 
2003
Ulrich Miller steigt ins Familienunternehmen ein.
 
2004
Mit dem Geschäft im Innsbrucker DEZ wird erstmals eine Miller-Filiale in einem Einkaufszentrum eröffnet.
 
2006
Ulrich Miller übernimmt gemeinsam mit seinem Vater Markus die Geschäftsführung.
 
2007
Es erfolgt der Aufbau mehrerer Onlineshops inklusive Gründung einer eigenen Abteilung.
 
2008
Miller Optik nimmt United Optics mit ins Logo auf. Das Netzwerk 34 führender Optiker in Österreich und Deutschland verbindet die Kompetenz lokaler Fachoptiker mit dem günstigen Preisniveau einer großen Kette. An der Gründung von United Optics in den 1990er Jahren war Markus Miller maßgeblich beteiligt.
 
2010
Im Kaufhaus Tyrol in Innsbruck wir eine weitere Geschäftsstelle eröffnet.
 
2013
Das Land Tirol verleiht Miller Optik das Prädikat „Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb“.
 
2014
Das Stammhaus erhält einen komplett neuen Ladenbau, im vierten Stock entstehen zusätzlich Räumlichkeiten für Fortbildungen.
 
2017
Die Geschäftsstelle im Innsbrucker DEZ wird umgebaut, jene in Wörgl zusätzlich erweitert.
 
2018
In der CYTA-Shoppingwelt in Völs folgt eine weitere Geschäftsstelle.
 
2021:
Die Filiale im Kaufhaus Tyrol erhält einen modernen Shop-Style.

Bei der unabhängigen Konsumentenstudie ÖGVS wird United Optics als einziger Optiker mit der Gesamtnote „Sehr gut“ ausgezeichnet. Auch im Bereich Hörgeräteakustiker wird United Optics als ÖGVS Testsieger ausgezeichnet.

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