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DI Christian Klenkhart, Schneimeister Reto Bieri und techn. Leiter Adrian Jordan von Engadin St. Moritz Mountains, Projektleiter Stefan Szauter

Erfolgreiches Jahr 2015 für Skigebietsplaner Klenkhart & Partner

02. Feber 2016 | 14:41 Autor: Ulli Ambrosig Österreich, Tirol

Absam (A) Die Skigebietsplaner aus Absam in Tirol sind seit mehr als 20 Jahren begehrte Partner wenn es um Planungen und Konzepte im Hochgebirge geht. DI Christian Klenkhart & DI Christian Weiler konnten mit ihrem kompetenten Team interessante Projekte im In- und Ausland realisieren.

Dass Schneesicherheit die absolute Voraussetzung für einen perfekten Saisonstart ist, zeigte sich in diesem Winter wieder einmal sehr eindrucksvoll. Jene Gebiete, die auf ein perfektes Gesamtkonzept und eine schlagkräftige Beschneiung setzen, sorgten trotz des lang anhaltenden Schönwetters für perfekte Pisten.

Da die beiden Geschäftsführer über jahrelange Erfahrung in der Lawinen- und Wildbachverbauung verfügen, gehören raumplanerisches, technisches und ökologisches Bewusstsein zu ihrem täglich Brot. Die Tiroler fungieren über die Planung hinaus dabei sehr oft als erfahrene Gesamtprojektmanager, die sich angefangen von den oft schwierigen Behördenverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfungen, über die  Bauleitung und Überwachung bis hin zur Endabnahme verantwortlich zeigen. 2015 wurden dabei Projekte mit einem Bauvolumen von rund 45 Millionen Euro abgewickelt.

Zu den größten Aufträgen zählten zweifelsohne die Projekte rund um die Skiweltmeisterschaft 2017 in St. Moritz. Anlässlich dieses Großereignisses hat St. Moritz Engadin Mountains AG kräftig aufgerüstet. So wurden einerseits die vorhandenen Rennstrecken technisch adaptiert, andererseits bildete die Errichtung des größten Naturspeichersees der Schweiz das absolute Herzstück im Skigebiet. Der Bau erfolgte in landschaftsschonender Umsetzung auf einer Höhe von 2.525m und fasst an die 400.000m³. Dadurch konnten die Effizienz und die Ökobilanz der technischen Beschneiung wesentlich verbessert werden. Diese Investition hat den Praxistest bereits bestanden und damit die Weihnachtssaison 2015/16 gerettet.

Die Pistenadaptierungen sorgen für spektakuläre Abfahrten. Die Gelände-Korrekturen im Streckenabschnitt „Rominger - Sprung“ und „Reinalter“ dienen vor allem auch der Sicherheit und sorgen für effiziente Arbeit bei der Pistenpräparierung. Zudem wurde der in die Jahre gekommene Skitunnel „Vereina“ durch einen größer dimensionierten und skitechnisch sicheren Tunnel ersetzt.

Ein neues Konzept erhielt auch der Damenstart inkl. Plattform und Starthang. Großzügig erweitert, gemäß den hohen Qualitäts-, sicherheits- und Komfortansprüchen für den Skirennsport designt, kommt dies sowohl den Athletinnen, dem Betreuerstab, als auch dem Publikum zu Gute.

In Deutschland wurden sowohl im Schwarzwald, als auch im Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand neue Standards gesetzt. Im Schwarzwald hat vor allem die Stadt St. Blasien im Rahmen des Konzeptes „Feldberg 2020“ große Investitionen geleistet. Die neue Zeiger-Bahn ist ein Meilenstein für die gesamte Region.

Der alte Schlepplift wurde durch eine hochmoderne kuppelbare Sechsersesselbahn ersetzt, die sich über eine Gesamtlänge von 1170 Meter erstreckt. Die neue Bahn fungiert nun zum zentralen Verbindungsglied innerhalb des Skigebietes Seebuck mit Zeller/Grafenmatt/Fahl. Zu den Massnahmen gehört im Bereich der Talstation auch die Errichtung eines Funktionsgebäudes, in dem sowohl ein Parkhaus für 1.200 PKW, eine Sesselgarage sowie ein Dienstraumcontainer Platz finden. Durch die perfekte Geländemodellierung ist dieser Bau jedoch kaum sichtbar.

Auch im Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand wurde im vergangenen Jahr wieder aufgerüstet. Der Pistenbau und eine effiziente Beschneiungsanlage bei der mit weniger Einsatz die Schneimenge verdreifacht wurde sind die Highlights in Deutschlands höchstem Skigebiet.

Am Oberjoch in Hindelang entstanden gleich 3 neue Bahnen. Allen voran die erste wetter-geschützte 8-er Sesselbahn in Deutschland, die als perfekte Zubringerbahn ins Skigebiet dient. Auch die neuen 6-er Bahnen eröffnen neue Möglichkeiten in punkto Komfort und Sicherheit. Darüber hinaus erfolgte die Optimierung der Beschneiung und des Energie-Managements.

Aber auch in Österreich gab es eine Fülle von herausfordernden Projekten – wie z.B. die Realisierung des Projektes „Brunn“ im Kitzbüheler Skigebiet, das im Dezember 2015 fertig gestellt wurde. Die Bergbahn AG Kitzbühel startet damit in eine neue Qualitätsdimension.

Im Bereich Hahnenkamm/Pengelstein wurde eine 8-er Sesselbahn errichtet, dazu kamen 3 neue Pisten mit einer Länge von 7,2 km sowie ein Speicherteich am Pengelsteingrat.

Ein lang gehegter Wunsch wurde im Pillerseetal wahr. Die Verbindung von Fieberbrunn bis ins Skigebiet nach Saalbach/Hinterglemm konnte Ende des Jahres 2015 seiner Bestimmung übergeben werden. Durch diesen Zusammenschluss, der mittels Errichtung einer 10 Personen Einseil-Umlaufbahn realisiert wurde, entstand der weltgrößte Skizirkus. Die Bahn führt von der Talstation Reckmoos Süd über den Hörndlingergrat zum Reiterkogel.
Dadurch entstand auch eine attraktive Abfahrt von 780 HM, die mit einer schlagkräftigen Beschneiungsanlage ausgestattet wurde.

Die Bergbahnen Ellmau – Going investierten in neuen Speicherteich
Der alte Teich nahe der bekannten Rübezahl – Alm  war in die Jahre gekommen und hielt der gesamttechnischen Überprüfung zur Benutzungsbewilligung nicht mehr Stand. Klenkhart & Partner aus Absam haben ein sehr schlüssiges Konzept für die Neuerrichtung  entwickelt. Die Herausforderung bestand darin, auf sehr beengten Platzverhältnissen rund um die Rübezahl-Alm, einen effizienten Schneiteich zu schaffen, der im Sommer auch als attraktives Ausflugsziel dient. Der Teich liegt auf 1.200 Seehöhe, ist an drei Seiten von Wald umgeben und wird von Wanderern sehr gerne besucht. Das neue Konzept sah ein Vertiefung der Sohle und eine komplette Neuschüttung des Dammes vor. Die gesamte Teichtechnik sowie die Abdichtung wurden komplett erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Der neue Teich hat nun ein Fassungsvermögen von 27.000m³. Gleichzeitig wurde eine neue Vorpumpstation errichtet und mit einer Kühlturmanlage versehen. Die Schneimeister sind von der erhöhten Schneileistung begeistert.

Die Eichenlifte in St. Johann in Tirol freuen sich über eine Beschneiungsanlage, die nun auch den beiden Schleppliften Schneesicherheit garantieren.

DI Christian Klenkhart: „2015 war für uns wieder ein erfolgreiches Jahr. Zahlreiche Projekte in Österreich, Deutschland und in der Schweiz wurden ohne größere Probleme realisiert. Speziell die Skigebiete, die 2015 mit uns Beschneiungsprojekte umgesetzt hatten, konnten in der warmen Weihnachtszeit Schneesicherheit bieten und waren daher äußerst zufrieden.“

  • Der größte Naturspeicherteich der Schweiz
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