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Thomas Wagner, FB Ketten

FB Ketten aus Kufstein rüstet sich gegen Fachkräftemangel

25. April 2018 | 07:27 Autor: Demografieberatung Startseite, Tirol

Kufstein (A) 22 MitarbeiterInnen beschäftigt FB Ketten in Kufstein. Neben anstehenden Pensionierungen zählt auch der Fachkräftemangel zu den größten Herausforderungen. Unterstützung bei diesen Problemstellungen erhält der Betrieb dabei durch die kostenfreie Demografieberatung – mit der die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleiben soll.

FB Ketten produziert schwere Förderketten u. a. für Sägewerke, Kraftwerke oder die Zementindustrie. Der Betrieb mit 22 MitarbeiterInnen sieht sich derzeit, neben anstehenden Pensionierungen, vor allem mit einem Fachkräftemangel konfrontiert. Geschäftsführer Thomas Wagner: „Der Fachkräftemangel ist derzeit ganz klar die Hauptherausforderung. Wir konzentrieren uns daher darauf, die bestehende Belegschaft zu halten.“

Demografieberatung als Schlüssel zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit
Ein Schlüssel dazu ist die Demografieberatung, in der sich der Betrieb gerade befindet. Diese Maßnahme wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Sozialministeriums finanziert. „Um ehrlich zu sein – das ist Sinn und Zweck der ganzen Veranstaltung. Denn wir können die besten Produkte und Dienstleistungen anbieten und die allerbeste Belegschaft haben. Wenn es aber niemand kauft, dann haben wir alle nichts davon“, so Thomas Wagner.

Sehr geehrter Herr Thomas Wagner, Sie sind Geschäftsführer von FB Ketten in Kufstein. Mit normalen Fahrradketten haben Sie vermutlich nichts am Hut?
Nein, wir bewegen uns in wesentlich größeren Dimensionen. In der FB Gruppe produzieren wir schwere Förderketten für Sägewerke, Papier- und Zellstofffabriken, die Zementindustrie, Kraftwerke oder die Stahlindustrie. Unsere Förderketten transportieren z.B. Rundholz, Hackschnitzel, Sägemehl, Altpapier, Papierrollen, Steine, Restmüll und Erden. Diese Förderanlagen müssen natürlich angetrieben werden. Dafür produzieren wir in der Gruppe unsere qualitativ hochwertigen Antriebsketten und Kettenräder.

Sie beschäftigen 22 MitarbeiterInnen in Kufstein. Welchen besonderen Herausforderungen sehen Sie sich derzeit konfrontiert?
In den nächsten Jahren stehen 3 Pensionierungen an – dieser Herausforderung müssen und werden wir uns stellen. Wir achten generell auf eine gute „Durchmischung“, auf einen Generationenübergang. MitarbeiterInnen verschiedener Altersstufen und Betriebszugehörigkeit ergänzen sich sehr gut. Das läuft natürlich nicht von selbst, wir müssen alle unseren Beitrag dazu leisten.

Ist in Ihrem Betrieb der Fachkräftemangel Thema?
Der Fachkräftemangel ist derzeit ganz klar die Hauptherausforderung. Wir konzentrieren uns daher darauf, die bestehende Belegschaft zu halten und unsere Organisation bestmöglich zu nutzen. Das bedeutet vor allem, unseren MitarbeiterInnen einen interessanten, herausfordernden und sicheren Arbeitsplatz zu bieten.

Wo setzen Sie hier an?
Eine große Herausforderung ist die interne und externe Aus- und Fortbildung. Als KMU können wir nicht auf die Ressourcen eines Großbetriebs zurückgreifen, das Wissensmanagement und die Nutzung unserer Lern-Gewinne und Know-How-Weitergabe ist aber eines unserer wichtigsten Alleinstellungsmerkmale.
Wir müssen unsere Flexibilität, Neugier, Know-How bestmöglich nutzen, um effektiven Nutzen für unsere Kunden zu generieren. Und das möglichst effizient, damit wir auch morgen noch erfolgreich am Markt sind. Denn fast alle unsere Bewunderer sind wesentlich größer als wir – mit allen Vor- und Nachteilen.

Welchen Stellenwert nimmt das Thema Gesundheit der Mitarbeiter bei Ihnen ein?
Wir arbeiten nach dem Grundsatz, dass unsere Mitarbeiter zumindest gleich gesund nach Hause gehen müssen, wie sie am Morgen kommen. Arbeit bei FB Ketten darf herausfordernd sein, sie darf jedoch nicht krankmachen oder langfristig belasten.
Die Erhaltung und Förderung der Gesundheit unserer MitarbeiterInnen ist uns nicht nur sehr wichtig, sie ist essentiell. Denn nur gesunde und belastbare MitarbeiterInnen können unseren Kunden nutzen und somit das Unternehmen am Leben erhalten.

Haben Sie deshalb auch das Angebot der Demografieberatung angenommen?
Ja, denn wir wollten das Rad nicht neu erfinden müssen, sondern auf das Know-How von anerkannten ExpertInnen zurückgreifen.

Wie begegnen Sie, mit der Demografieberatung, dem Nachwuchs- oder Fachkräftemangel?
Wir haben schon damit begonnen, mit der HTL Jenbach bei Praktika zusammenzuarbeiten, zum Beispiel im Rahmen von Maturaprojekten. Ähnliches wollen wir mit kaufmännischen Schulen machen, wobei das nicht einfach wird. Denn Großunternehmen sind bekannter und gelangen so eher an Kooperationen.

Setzt die Demografieberatung auch bei der eigenen Person, also der Führungskraft, an?
Ich bin ein Mensch, der an eine dezentral geführte Organisation glaubt. Das bedeutet Selbstreflexion, Selbstkontrolle, Selbstentwicklung für jede Einzelne und jeden Einzelnen.
In den persönlichen Beratungsgesprächen habe ich auch schon Optimierungspotential bei mir entdeckt, der klassische „Spiegel“ wurde mir vorgehalten. Vor allem schätze ich auch die konstruktiven Verbesserungs- und Umsetzungsvorschläge.

Und wie werden ihre Mitarbeiter gestärkt bzw. profitieren von der Beratung?
3 Mitarbeiter (Leiterin Administration, Leiter Verkauf Innendienst, Lagerleiter) sind in der Beratung involviert und helfen uns in der Schärfung unserer Sichtweise und auch mit sehr guten praktischen Verbesserungsvorschlägen.

Also sollen diese Maßnahmen schlussendlich Ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und natürlich auch dem Kunden zu Gute kommen?
Um ehrlich zu sein – das ist Sinn und Zweck der ganzen Veranstaltung. Denn wir können die besten Produkte und Dienstleistungen anbieten und die allerbeste Belegschaft haben. Wenn es aber niemand kauft, dann haben wir alle nichts davon.
Wir alle tragen einen sehr wichtigen Teil zur Unternehmensentwicklung bei. Das führe ich unseren MitarbeiterInnen sprichwörtlich immer wieder vor Augen.

Wie das?
Beispielsweise durch unser Organigramm: eine Kette ist nur so schwach wie ihr schwächstes Glied. Ein ganz passendes Bild. Und der Kundennutzen ist das, was uns alle antreibt.

  • uploads/pics/Ornigramm_FB_Ketten.jpg

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