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Die Anlage verbessert die Arbeitsbedingungen und reduziert die Geruchsbelastung der AnrainerInnen in Pfaffenhofen. (Foto: Aquaco / Arnold Wieser)

Höpperger Umweltschutz bindet Gerüche mit einer Spezialkanone

08. Oktober 2020 | 08:21 Autor: Polak Startseite, Tirol

Rietz (A) Vor kurzem nahm Höpperger Umweltschutz eine tirolweit einzigartige Anlage zur Geruchsbindung in Betrieb. Das innovative System neutralisiert die Emissionen aus dem Kompostierprozess zu knapp 95 Prozent. Damit schützt der Tiroler Entsorgungsfachbetrieb MitarbeiterInnen und AnrainerInnen am Standort in Pfaffenhofen vor übermäßiger Geruchsbelastung.
   

Rund 15.000,- Euro investierte Höpperger Umweltschutz in die Spezialanfertigung der Firma AQUACO. Im Sommer 2020 wurde die Wirksamkeit nach einem mehrwöchigen Testbetrieb bestätigt und die SprayStream-Staub-Geruchsbindeanlage in Pfaffenhofen installiert. Die Maschine funktioniert ähnlich wie eine Schneekanone.

Mehrwert für Anrainer und Umwelt
Beim Kompostierprozess von biogenen Abfällen entstehen Gerüche. Etwa 95 Prozent der Emissionen in der Luft können mithilfe des Staub- und Geruchsbindesystems neutralisiert werden. „Wir haben die SprayStream-Anlage aufgrund der positiven Erfahrungswerte und der erfolgreichen Testphase in Betrieb genommen“, informiert Geschäftsführer Thomas Höpperger. Durch das Vernebeln von Wasser, bindet die Kanone Staub- und Geruchsmoleküle an die Oberfläche der Wassertropfen und zerschlägt diese. Ein spezielles Zusatzmittel neutralisiert gleichzeitig die Gerüche. „Der Vorgang läuft während des Kompostierens, aber auch zur Nachsorge außerhalb der regulären Arbeitszeiten“, erklärt Höpperger. Somit verbessert das Oberländer Entsorgungsunternehmen die Arbeitsbedingungen für MitarbeiterInnen und reduziert die Geruchsbelastung der AnrainerInnen.

Das Familienunternehmen arbeitet kontinuierlich an Prozessoptimierungen, um Anlagen möglichst emissionsarm zu betreiben. Einen Großteil der rund 100.000 Tonnen Entsorgungsmaterial am Standort Pfaffenhofen verwertet Höpperger jährlich in hoch-technologisierten Anlagen. Mehr als 160 MitarbeiterInnen profitieren von der nachhaltigen Arbeitsweise im Zeichen des Umweltschutzes.

  • Die Kanone bindet Staub- und Geruchsmoleküle an die Oberfläche der Wassertropfen und neutralisiert gleichzeitig die Gerüche.
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  • Die Geschäftsführer Harald (li.) und Thomas (re.) Höpperger legen Wert auf einen möglichst emissionsarmen Betrieb.
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  • Knapp 95 Prozent der Emissionen, die beim Kompostierprozess entstehen, werden neutralisiert.
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Höpperger GmbH & Co. KG

Bundesstraße 21, 6421 Rietz
Österreich
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