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v.l. Landesrätinnen Christine Baur und Beate Palfrader (Foto: Land Tirol)

Junge Tiroler machen sich ein Bild von "Männeruntypischen Berufen"

11. November 2015 | 11:44 Autor: Land Tirol Startseite, Tirol

Innsbruck (A) Am 12. November 2015 findet in Tirol der achte Boys’ Day statt. Heuer machen sich 265 Burschen zwischen zwölf und 16 Jahren in allen Bezirken des Landes ein Bild von „männeruntypischen“ Berufen.

Nach wie vor sind in den Bereichen Erziehung, Soziales und Gesundheit häufiger Frauen als Männer anzutreffen: Nur wenige männliche Jugendliche wollen Krankenpfleger, Volksschullehrer oder Sozialarbeiter werden. In diesen Berufen gibt es aber besonders für junge, engagierte Männer gute Jobchancen. Das erkennen auch immer mehr Institutionen, wie die steigende Anzahl an teilnehmenden Einrichtungen zeigt: Im Vorjahr nahmen 25 Tiroler Einrichtungen am Boys’ Day teil. Heuer sind es bereits 37, darunter Kindergärten, Volksschulen, Pflegeeinrichtungen und Informationszentren.

„Noch immer sind bestimmte Berufsgruppen fest in weiblicher Hand. Der Boys’ Day bietet die Möglichkeit, jungen Männern ein breiteres Spektrum in der Berufswahl aufzuzeigen, gesellschaftliche Rollenklischees zu hinterfragen sowie das Image der sozialen Berufe zu stärken“, betont Bildungs- und Jugendlandesrätin Beate Palfrader. „Auch in den Schulen wird auf geschlechtersensible Berufsorientierung geachtet.“

Mit dem Boys’ Day können junge Burschen für weiblich dominierte Arbeitsfelder begeistert werden“, betont Sozial- und Frauenlandesrätin Christine Baur. „Gleichzeitig zeigt das steigende Interesse für diesen Aktionstag, dass junge Männer immer mehr aus stereotypen Mustern im Arbeitsleben ausbrechen und ein Umdenken stattfindet. Viele Burschen interessieren sich für die Kinderbetreuung oder für Pflegeberufe. Diese wollen wir ermutigen, ihre eigenen sozialen Fähigkeiten zu erkennen und zukunftsorientiert zu fördern.“

In Tirol organisiert den österreichweiten Aktionstag des Sozialministeriums der Verein „Mannsbilder“. Es sollen dabei nicht nur die Burschen selbst, sondern auch Eltern, AusbildnerInnen sowie die Öffentlichkeit auf die Thematik aufmerksam gemacht werden.

    Amt der Tiroler Landesregierung

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