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Schrott – Rohstoff der Zukunft

07. Dezember 2021 | 10:26 Autor: WIRTSCHAFTSZEIT | Katharina Rolshausen Startseite, Tirol

Hall (A) Die RAGG GmbH in Hall in Tirol sorgt dafür, dass wertvolle Ressourcen geschont werden. Eine 323 Tonnen schwere Schere spielt dabei eine wichtige Rolle.

Schrott ist ein wertvolles Gut. Das wissen auch die Experten der Ragg GmbH in Hall in Tirol. „Wir sammeln und bereiten Abfälle aus Eisenschrott jeder Art derart auf, dass aus diesen wieder Rohstoffe für die Stahlindustrie werden“, erklärt Geschäftsführerin Petra Mussmann. Dieser Prozess diene der Umwelt gleich zweifach: wertvolle Ressourcen von Rohstoffen und Energie werden geschont und die unkontrollierte Ablagerung von Altfahrzeugen und Altgeräten wird vermieden.

Die Abfälle, die bei der Verschrottung metallhaltiger Erzeugnisse wie Stahlträgern, Betoneisen, Gittermasten, Schrott von Industriebetrieben, aber auch Haushaltsschrott oder Altautos und anderer Fahrzeuge entstehen, werden bei Ragg für die Anforderungen von Stahlwerken und Gießereien aufbereitet. Dabei kommen eine Schredderanlange und eine hydraulische Schrottschere zum Einsatz. Letztere wurde im vergangenen Jahr erneuert – ein umfangreiches Projekt, das mehrere Monate der Planung sowie große Umbaumaßnahmen erforderte. Petra Mussmann erklärt: „Das neue Areal mit einer Fläche von ca. 2700 m2 wurde mit einer neuen öldichten Betonfundamentplatte und Richtung Osten mit einer 6 Meter hohen Stützwand für Lagerboxen ausgestattet. Um die Lärmemissionen zu reduzieren, wurden bis zu 12 Meter hohe Lärmschutzwände errichtet.“ Die 323 Tonnen schwere neue Schrottschere kann bis zu 60 Tonnen Schrott pro Stunde, zum Beispiel Stahlträger, Betoneisen und Erdtanks, schneiden.

„Ziel war es, den anfallenden Schrott schneller und vor allem energieeffizienter zu verarbeiten und mit geringsten internen Logistikarbeiten auf Waggons zu verladen. Da der geschnittene Schrott anschließend im Tiroler Röhrenwerk oder in anderen Schmelzwerken in Europa eingeschmolzen wird, leisten wir somit einen großen Beitrag zur Ressourcen- und Umweltschonung“, betont die Ragg-Geschäftsführerin.

Der Leitgedanke des Unternehmens „In allem Alten liegt der Beginn für etwas Neues – der Rohstoff der Zukunft“ ist gleichzeitig das Erfolgsrezept. „Wir sehen uns als wichtiges Bindeglied im Kreislauf von Produktion, Konsum und Wiederverwertung, indem wir die Voraussetzungen dafür schaffen“, sagt Petra Mussmann. Das Sammeln, Aufbereiten und Bereitstellen vorwiegend metallischer Altstoffe sei aber nicht nur wirtschaftliche Säule des Unternehmens, sondern auch verantwortungsvolle Verpflichtung gegenüber Mensch und Umwelt.

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Ragg GmbH

Obere Lend 45, 6060 Hall in Tirol
Österreich
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