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Der Vorstand der Plansee Group: Dr. Wolfgang Köck und Mag. Karlheinz Wex (Sprecher).

10% Umsatzrückgang bei der Plansee Group

02. Juli 2020 | 14:57 Autor: clavis Startseite, Tirol

Breitenwang/Reutte (A) Die Rezession in Schlüsselindustrien und Handelskonflikte führten zu einer rückläufigen Nachfrage – und damit zu einem Umsatzrückgang in der Plansee Group von zehn Prozent im Geschäftsjahr 2019/2020. Das Investitionsvolumen lag bei 206 Millionen Euro. Für Forschung und Entwicklung wurden 68 Millionen Euro aufgewendet. Für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise sieht sich die Plansee Group gut gerüstet.

„Neben dem Handelskonflikt zwischen den USA und China haben vor allem rückläufige Bestellungen aus der europäischen Automobilindustrie und dem Maschinenbau zum Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2019/2020 geführt“, so Karlheinz Wex, Sprecher des Vorstands der Plansee Group bei der Jahrespressekonferenz in Reutte. Eine steigende Nachfrage verzeichnete Plansee aus der Medizintechnik und der Halbleiterindustrie.

Insgesamt ging der Umsatz um zehn Prozent zurück – von 1,52 Milliarden Euro auf 1,38 Milliarden Euro. Trotz dieser Entwicklung hat die Plansee Group weiter kräftig investiert: 206 Millionen Euro für Anlagen und Infrastruktur sowie 68 Millionen für Forschung und Entwicklung. Das zahlte sich aus: Der Anteil neuer Produkte am Umsatz legte im vergangenen Geschäftsjahr von 29 auf 31 Prozent zu. Die Eigenkapitalquote stieg von 58 auf 61 Prozent und erreichte damit einen Höchstwert.

Verlässlichkeit auch während der Corona-Krise
Die Corona-Krise stellt auch die Plansee Group vor besondere Herausforderungen. Ziel aller Maßnahmen sei es von Anfang an gewesen, Mitarbeiter bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen und die Produktion an allen Standorten weltweit aufrecht zu erhalten, so Karlheinz Wex. Trotz zeitweiser Schließungen einzelner Werke konnte die Plansee Group in den Monaten März bis Mai ihre internationalen Kunden fast zur Gänze wie vereinbart beliefern.

„Unsere Kunden verlassen sich darauf, dass wir liefern können. Bauteile und Werkzeuge von Plansee stellen sicher, dass der Strom fließt, dass Röntgengeräte funktionieren oder dass Lebensmittel und Medizinprodukte hygienisch einwandfrei in Glas verpackt werden können“, betonte Wex.

Wettbewerbsfähig und krisenfest
Für die Bewältigung der Corona-Folgen sieht Karlheinz Wex die Plansee Group gut gerüstet. „Wir müssen damit rechnen, dass die Geschäftssituation in diesem Jahr schwierig bleibt. Aber wir sind überzeugt: Die Plansee Group ist wettbewerbsfähig aufgestellt und vor allem krisenerprobt“. Das Unternehmen sei es in seiner 99-jährigen Geschichte gewohnt, mit dem Auf und Ab auf den Märkten erfolgreich umzugehen. Jetzt gelte es mehr denn je, Kunden von den Stärken von Plansee zu überzeugen und jede sich bietende Geschäftschance zu nutzen. Mit einer breiten und innovativen Produktpalette schaffe man Mehrwert für die Kunden – etwa in der Halbleiterindustrie. Mit dem weltumspannenden Produktions- und Logistikverbund könne man jeden Kunden dort versorgen, wo er die Produkte und Werkzeuge von Plansee tatsächlich benötigt. Und mit einem hoch engagierten und motivierten Team sieht Wex die Plansee Group für Krisenzeiten gewappnet.

Das Industrie-Portfolio
Zum Industrie-Portfolio zählt die Plansee Group alle Beteiligungen mit mehr als 20 Prozent. Das Portfolio hat sich im vergangenen Jahr insgesamt robust gezeigt. Die Unternehmensbeteiligungen erzielten im Geschäftsjahr 2019/20 einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro. Der Produktionsumsatz in Breitenwang/Reutte betrug 635 Millionen Euro. Weltweit beschäftigte die Plansee Group 13.796 Mitarbeiter zum Stichtag 29.2.2020. In Österreich waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.368 Mitarbeiter beschäftigt.

Über die Plansee Group
Mit den Divisionen Plansee Hochleistungswerkstoffe und Global Tungsten & Powders (beide 100 Prozent), dem Joint Venture Ceratizit (50 Prozent) und der Beteiligung an Molymet (21,15 Prozent) ist die Plansee Group eines der weltweit führenden pulvermetallurgischen Industrieunternehmen.

Die Plansee Group ist auf Produkte aus den Werkstoffen Molybdän und Wolfram spezialisiert und deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette ab – vom Erzkonzentrat bis zu kundenspezifischen Werkzeugen und Komponenten.

Das Portfolio umfasst mehr als 75.000 verschiedene Produkte und Werkzeuge. Damit ermöglicht die Plansee Group Hightech-Geräte des täglichen Bedarfs wie Smartphones ebenso wie nachhaltige und effiziente Lösungen für die Mobilität, die Energieversorgung und die industrielle Fertigung.

Die Plansee Group erzielte im Geschäftsjahr 2019/20 mit 7.606 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 1,38 Milliarden Euro.

Im Portfolio der Plansee Group (alle Beteiligungen mit mehr als 20 Prozent zusammengerechnet) wurde ein Umsatz von 2,9 Milliarden Euro mit 13.796 Mitarbeitern erzielt.

  • Der moderne Holzbau für die neue Lehrwerkstatt soll zum Start des neuen Ausbildungsjahrs im September 2020 fertiggestellt sein. Aktuell werden die Anlagen übersiedelt – getrennt aufgestellt nach den Ausbildungsschwerpunkten Handarbeit, Drehen, Fräsen, Schleifen und CNC-gesteuerte Maschinen. Zudem investieren Plansee und Ceratizit in neue Anlagen für den 3-D-Druck und für das Schleifen. Bewerbungen sind jederzeit und auch für das kommende Ausbildungsjahr möglich. Bis zu 60 neue Lehrlinge sollen pro Jahr aufgenommen werden.
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