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V.l.n.r.: Mag. Thomas Wass (stv. Vorstandsvorsitzender), MMag. Reinhard Mayr (Vorstandsvorsitzender), Dr. Christof Splechtna (Vorstandsmitglied).

RLB Tirol verbucht operativen Gewinn von 16,3 Millionen Euro

23. April 2021 | 13:17 Autor: RLB Tirol Startseite, Tirol

Innsbruck (A) Das Spitzeninstitut der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol zeigte sich bei der Bilanzpressekonferenz zum Pandemiejahr 2020 bestens gerüstet für die Zeit nach Corona. "Mit einer Kernkapitalquote von über 16 % zählen wir zu den kapitalstärksten Regionalbanken Österreichs", bringt Vorstandsvorsitzender Reinhard Mayr die sehr gute Ausgangslage der RLB Tirol AG auf den Punkt.

Die Ergebnisse im Überblick

  • Operative Ergebnisse wurden trotz Pandemie erreicht
  • Risikovorsorgen sind in hohem Ausmaß vorhanden
  • Raiffeisen ist 2020 beliebtester Finanzdienstleister Österreichs

Erstmals in der Geschichte der Raiffeisen-Landesbank erreicht die Bilanzsumme im Jahr 2020 einen Wert von über 9,4 Milliarden Euro, ein Plus von 11,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Ausleihungen erhöhten sich dabei um 4,9% auf über 3,1 Mrd. Euro. Zurückzuführen ist dieser Anstieg, neben pandemiebedingten Überbrückungsfinanzierungen, zu einem großen Teil auf Neufinanzierungen.

Dividendenausschüttungsverbot der EZB und erhöhte Risikovorsorgen
Aufgrund des Ausfalls der Dividende der RBI und der gestiegenen Risikovorsorgen liegt das EGT 2020 mit 16,3 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau (2019: 26,9 Mio. Euro).

Kapitalmäßig eine der stärksten Regionalbanken Österreichs
Was die Kapitalausstattung betrifft, so hat die harte Kernkapitalquote der RLB Tirol mit Ende 2020 erstmals den Wert von 16% überschritten. "Durch unsere exzellente Kapitalausstattung sind wir auf die allfälligen Folgen der Pandemie bestens vorbereitet.", so Reinhard Mayr, Vorstandsvorsitzender der RLB Tirol.

Raiffeisen avanciert in der Krise zum beliebtesten Finanzdienstleister
Dass Raiffeisen die konsequente Kundenorientierung im Pandemiejahr besonders gut gelungen ist, beweist etwa der jüngste Customer Experience Report der KPMG. So avancierte die Bankengruppe im Vorjahr zum beliebtesten Finanzdienstleister in Österreich.

Laut der mehr als 2.200 befragten österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten hat Raiffeisen besonders schnell und vor allem richtig auf COVID-19 reagiert. Als Beispiele wurden dabei u. a. der unbürokratische Umgang mit Stundungsansuchen und Überbrückungsfinanzierungen genannt.

Digitale Transformation als Schlüssel für nachhaltigen Erfolg
Dieser durchschlagende Markterfolg begründet sich für Thomas Wass nicht zuletzt darin, "dass wir in den letzten Jahren unsere digitalen Hausaufgaben gemacht haben." Auch 2020 habe man die digitalen Dienstleistungen konsequent weiterentwickelt.

Neben Online-Krediten und digitaler Vermögensverwaltung nutzen die Kunden vermehrt auch die Möglichkeit von Fernsignatur und Videoberatung. "Was wir definitiv aus der Krise gelernt haben: Unternehmen sind widerstandsfähiger, flexibler und langfristig erfolgreicher, wenn sie ihre Digitalisierung konsequent forcieren", ist Wass überzeugt.

Bis dato noch keine pandemiebedingten Kreditausfälle
Insolvenzen und somit Kreditausfälle waren im Pandemiejahr 2020 aufgrund der zahlreichen Stützungsmaßnahmen und Moratorien kein Thema. So gab es bis jetzt noch keinen pandemiebedingten Kreditausfall. Christof Splechtna, seit Jahresbeginn Risikovorstand des Unternehmens, rechnet daher mit Nachholeffekten im Laufe der nächsten Jahre, für die entsprechend vorgesorgt wurde.

Tourismus hofft auf offene Grenzen und guten Sommer
Insgesamt sieht Splechtna die Situation bei den Kreditnehmern im Tourismus, und hier insbesondere im Bereich Hotellerie und Seilbahnwirtschaft, durchwegs optimistisch – vorausgesetzt, die Grenzen öffnen. Die Belastungen durch die ausgefallene Saison wurden dabei mit und ohne Förderungen finanziert, ein Start nach der Öffnung ist daher gewährleistet.

Risikovorsorgen in der RLB-Bilanz überproportional hoch

Mit den bestehenden Vorsorgen und Rücklagen zeigt sich die Raiffeisen-Landesbank Tirol auf härtere Zeiten im Kreditbereich bestens vorbereitet. Im Vergleich zu anderen Banken bilanziert die RLB Tirol mit einer annähernd dreifachen Vorsorge. Dazu erläutert Splechtna: "Wir haben die guten Jahre genutzt, um Reserven für schwierigere Jahre aufzubauen."

Nachhaltig und mit Zuversicht in die Zukunft
Auch wenn diese Krise noch lange nicht ausgestanden ist und die Folgeschäden herausfordernd sein werden, sei es nun wichtig, optimistisch nach vorne zu schauen und die Zukunft aktiv zu  gestalten, ist RLB-Tirol-Vorstandsvorsitzender Reinhard Mayr überzeugt. Für die RLB Tirol werde dabei das Thema Nachhaltigkeit in der künftigen strategischen Ausrichtung eine ganz zentrale Rolle spielen. "Denn Corona wird gehen, aber der Klimawandel mit all seinen Konsequenzen für Menschen und Wirtschaft wird bleiben."

Auch beim RLB-Zukunftsprojekt DAS RAIQA steht Nachhaltigkeit an oberster Stelle. Hier hat man bereits beim Rückbau klare Zeichen gesetzt. So wurde in den letzten sieben Monaten das größte Social-Urban-Mining-Projekt im Westen Österreichs umgesetzt, bei dem in Kooperation mit zwei heimischen sozioökonomischen Betrieben alle wiederverwertbaren Materialien ausgebaut und einem neuen Verwertungszyklus zugeführt wurden.

  • V.l.n.r.: Dr. Christof Splechtna (Vorstandsmitglied), MMag. Reinhard Mayr (Vorstandsvorsitzender), Mag. Thomas Wass (stv. Vorstandsvorsitzender)
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