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Starke Allianz für die Digitalisierung heimischer KMU - die Partner und Fördergeber des DIH West und von Digital Innovation Hubs vlnr: Walter Haas (ITG - Innovationsservice für Salzburg), Ruth Breu (Universität Innsbruck), LRin Patrizia Zoller-Frischauf, BMin Margarete Schramböck, Tilmann Märk (Universität Innsbruck), Joachim Heinzl (Wirtschaftsstandort Vorarlberg WISTO), Marcus Hofer (Standortagentur Tirol).

Starke Allianz für Digitalisierung heimischer KMU in Vorarlberg, Tirol und Salzburg

06. Juli 2020 | 13:47 Autor: Standortagentur Tirol Startseite, Vorarlberg, Salzburg, Tirol

Innsbruck/Dornbirn/Salzburg (A) Damit heimische Betriebe das Aufschwung- und Wachstumspotenzial der Digitalisierung ausschöpfen können, brauchen sie das Digitalisierungs-Know-how der Forschungseinrichtungen und ein starkes Partner-Netzwerk – beides stellen in Österreich sogenannte Digital Innovation Hubs zur Verfügung, die über das gleichnamige Programm der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG gefördert werden.

Dr. Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, machte sich in Innsbruck ein Bild vom Digital Innovation Hub West und gab den Startschuss für die zweite Ausschreibung bekannt: Fünf Millionen Euro stehen zur Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben bei ihren Digitalisierungsvorhaben zur Verfügung. "Wir wissen aus aktuellen Studien, dass heimische KMU bei digitalen Kompetenzen Aufholbedarf haben. Hier setzen wir mit unseren gezielten Förderungen an", so Schramböck.

"Die drei bestehenden Digital Innovation Hubs zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit der neuen Ausschreibung wollen wir das Angebot mit dem Ziel ausbauen, dass Unternehmen in allen Bundesländern ein Angebot in ihrer Nähe haben", betont die Ministerin. Die frischen Mittel stellt die Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung mit Unterstützung des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) zur Verfügung, die FFG wickelt die Ausschreibung ab. Konkret stehen für den Aufbau und das Betreiben neuer Digital Innovation Hubs während einer Laufzeit von 36 Monaten im Rahmen einer zweiten FFG-Ausschreibung 4 Millionen Euro zur Verfügung. Konsortien von mindestens vier voneinander unabhängigen Einrichtungen mit Forschungsschwerpunkten im Digitalisierungsbereich können sich bis zum 12. Oktober 2020 um diese Mittel bewerben. Die Förderquote liegt bei bis zu 50 Prozent. Eine weitere Million Euro ist für bestehende Hubs und eine diesbezügliche Ausschreibung gegen Ende des Jahres 2020 reserviert. Mit dem DIH West, dem DIH Ost und dem Digital Makers Hub bieten in Österreich aktuell drei Kompetenznetzwerke KMU-Unterstützung und Know-how-Transfer im Bereich Digitalisierung.

DIH West verknüpft KMU an den Standorten Dornbirn, Innsbruck, Kufstein und Salzburg zum Digitalisierungs-Know-how der Forschungseinrichtungen

Im DIH West können Westösterreichs KMU für ihre digitale Transformation über vier sogenannte Digitalzentren an den Standorten Dornbirn, Innsbruck, Kufstein und Salzburg auf das Digitalisierungs-Know-how der heimischen Forschungseinrichtungen zugreifen. Unterstützt wird diese Zusammenarbeit mit insgesamt 2,5 Millionen Euro aus Mitteln der öffentlichen Hand. Fördergeber sind das BMDW sowie anteilig mit jeweils 50 Prozent der vor Ort investierten Mittel die Länder Tirol, Salzburg und Vorarlberg. Die Förderzusage für den DIH West im Rahmen der ersten Ausschreibung im FFG-Programm Digital Innovation Hubs erfolgte im Vorjahr an ein Konsortium aus dreizehn Partnern unter dem Lead der Universität Innsbruck. Westösterreichs Unternehmen stehen im DIH West acht Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie die ITG – Innovationsservice für Salzburg, die Standortagentur Tirol, die Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) sowie die WK Tirol und Industriellenvereinigung Tirol als Digitalisierungspartner zur Seite.  

LRin Zoller-Frischauf: "Vorteile aus Digitalisierung in starker Allianz mit den Forschungseinrichtungen nutzen"
"Entschlossene Digitalisierung ist erst recht nach der Corona-Pandemie der Schlüssel zur betrieblichen Leistungsfähigkeit und zu sicheren Arbeitsplätzen. Umso wichtiger ist, dass KMU im DIH West an die Forschungseinrichtungen andocken, digitale Kompetenzen erwerben, digitale Transformation steuern lernen und die Integration fortgeschrittener, digitaler Technik deutlich stärken", berichtet Patrizia Zoller-Frischauf, Tiroler Landesrätin für Wirtschaft und Digitalisierung, und detailliert: "Die starke Allianz aus Forschungseinrichtungen, Standortagenturen und Interessensvertretungen im DIH West holt Unternehmen aller Digitalisierungsgrade persönlich und individuell ab. So sollen Unternehmen die mit Digitalisierung verbundenen Vorteile – zum Beispiel die Steigerung der Produktivität - in vollem Umfang nützen." Das Land Tirol stellt für den DIH West Fördermittel in Höhe von 753.000 Euro zur Verfügung. Für Zoller-Frischauf ist dies eine logische Investition zur Ergänzung zu den zusätzlichen 19 Millionen für Digitalisierung im Rahmen der Konjunkturoffensive 2020 des Landes. Während das betriebliche Bewusstsein zum erforderlichen, verstärkten Einsatz digitaler Instrumente insbesondere auch über die Initiative digital.tirol gestärkt wird, hilft der DIH West nun bei der individuellen Orientierung der Betriebe und der konkreten Umsetzung von Vorhaben.

DIH West: Digitaler Marktvorsprung für Produktion, Tourismus und IT-Services
Dem besonderen Bedarf der KMU in Westösterreich trägt der DIH West mit einem Schwerpunkt für den produzierenden Sektor, den Tourismus und IT-Dienstleistungen Rechnung - insgesamt 15 Experten aus dem Pool der vernetzten Forschungseinrichtungen verfügen dazu über spezifisches Know-how und unterstützen Betriebe beim Auf- und Ausbau von digitalem Marktvorsprung. Methodische Schwerpunkte bilden die Themen Automation und CyberSecurity sowie Data Analytics und Künstliche Intelligenz – letztere gelten als zentrale Enabler, um aus Daten digitale Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Prof. Dr. Ruth Breu, die wissenschaftliche Leiterin des DIH West an der Universität Innsbruck erklärt: "Eine Kernkompetenz des DIH West ist zudem die ausgeprägte Prozess-Kompetenz im Bereich Innovationsprozesse, IT-Qualität und IT-Risikomanagement. Damit können Unternehmen von der Entwicklung einer neuen Geschäftsidee bis zur Umsetzung in hochwertigen Datenprodukten umfassend begleitet werden."

Einsteiger und Profis unter den KMU-Digitalisierern profitieren im DIH West von Orientierung, Weiterbildung, Arbeitsgruppen und moderner Infrastruktur
Das umfangreiche Angebotspaket im DIH West richtet sich sowohl an Einsteiger als auch Profis unter den KMU-Digitalisierern: So unterstützen die Standortagenturen bei der ersten Orientierung zum Beispiel mit Digital Readiness Checks. Basisschulungen und Workshops bieten KMU Einblick und Weiterbildung, z.B. zu den Themen "Informationssicherheit und Risikomanagement" (Universität Innsbruck), "Innovationsmanagement 4.0" (MCI Management Center Innsbruck), "Virtual Reality im Tourismus" (Fachhochschule Salzburg), "Cyber Security" (Fachhochschule Vorarlberg) oder "Data Science für Unternehmen" (Fraunhofer Austria). Elf strategische Arbeitsgruppen wiederum bieten KMU einen kontinuierlichen Austausch mit Experten der Hochschuleinrichtungen, wie zu den Beispielthemen "Kollaborative Robotik" (Fachhochschule Salzburg, Fachhochschule Vorarlberg, MCI Management Center Innsbruck), "Digital Health, Sport and Tourism" (UMIT TIROL, Universität Innsbruck) oder "Softwarebasierte Innovation" (Universität Innsbruck, Fachhochschule Kufstein Tirol). Darüber hinaus können Unternehmen im DIH West Infrastruktur zum Anwenden neuer Technologien und zum Testen von Produkten nützen – zur Verfügung stehen das eTourism-Lab der Fachhochschule Salzburg, die Cyber Security-Range der Fachhochschule Vorarlberg, das Robotik-Zentrum des MCI Management Center Innsbruck sowie die High Performance Computing-Infrastruktur und das 3D-Visual-Lab an der Universität Innsbruck.

Der Digital Innovation Hub West wird im Rahmen des FFG-Programms „Digital Innovation Hubs in Österreich“ vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort sowie von den Ländern Tirol, Salzburg und Vorarlberg gefördert.

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