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Bei der Andrehfeier zum Kraftwerk Stanzertal in Flirsch (v.l.): Bürgermeister Roland Wechner (Flirsch), Landtags-Vizepräsident Anton Mattle, Landesrat Bernhard Tilg, Geschäftsführer Jakob Klimmer und Bürgermeister Harald Sieß (Strengen) (Bild: Wasserkraftwerk Stanzertal)

Kraftwerk Stanzertal: Tunnelbohrmaschine nimmt ihren Betrieb auf

01. August 2013 | 08:00 Autor: wiko Tirol

Strengen (A) Glück auf: Mit diesen Worten von Stollenpatin Martina Wechner wurde Mittwochabend die Tunnelbohrmaschine für den Zugangsstollen beim Kraftwerk Stanzertal in Flirsch offiziell in Betrieb genommen. Die Begrüßung bei der Andrehfeier erfolgte durch den Strengener Bürgermeister Harald Sieß: „Das Kraftwerk ermöglicht uns Gemeinden, in die Zukunft der Region zu investieren.“

Landesrat Bernhard Tilg betonte, dass die Investition in Wasserkraft ein wichtiger Beitrag Tirols zur europäischen Energiezukunft sei. Landtags-Vizepräsident Anton Mattle: „Das Kraftwerk Stanzertal ist ein Vorzeigeprojekt für das Land Tirol. Die Akzeptanz in der Region ist so hoch, weil die Gemeinden direkt am Kraftwerk beteiligt sind.“ Die Geschäftsführung und die Gesellschafter der Wasserkraftwerk Stanzertal GmbH sowie die bauausführenden Firmen berichteten anschließend über den aktuellen Stand der Arbeiten und den Bauablauf.
 
Die Wasserfassung für das Kraftwerk befindet sich in Flirsch. Ein 5,3 Kilometer langer Triebwasserweg, welcher auch als Speicherstollen genutzt werden kann, führt das Wasser zum Krafthaus in Strengen. Die Engpassleistung liegt bei 13,5 MW und das Jahresarbeitsvermögen bei 52 Mio kWh.
 
Bauarbeiten auf Schiene
Auf Schiene gebracht wurden auch die Bauarbeiten für die Wasserfassung und das Krafthaus, erklärte Wolfgang Widmann, Geschäftsführer der Wasserkraft Stanzertal GmbH: „Nach der Insolvenz der Alpine übernimmt eine ARGE dieses Baulos mit einem Investitionsvolumen von sieben Millionen Euro. Die ARGE besteht aus G. Hinteregger & Söhne GmbH und der Strabag AG.“ Damit seien die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme Ende 2014 gegeben.
 
Gemeinden mit im Boot
Gesellschafter der Wasserkraft Stanzertal GmbH sind die vier Stanzertaler Gemeinden St. Anton, Pettneu, Flirsch und Strengen mit jeweils 6,25 Prozent, die Gemeinde Zams mit fünf Prozent sowie die Elektrizitätswerke Reutte AG (34 Prozent), die Energie- & Wirtschaftsbetriebe St. Anton GmbH (11 Prozent), die Stadtwerke Imst (15 Prozent) und Projektentwickler INFRA (10 Prozent).

    Wasserkraftwerk Stanzertal GmbH

    Dorf 12a, 6571 Strengen
    Österreich
    +43 5447 5513-0

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